Körperschemastörung: Wie Sie sie erkennen und Ihre Schülerinnen und Schüler richtig unterstützen

Gerade bei einsetzender Pubertät kann das eigene Körperbild Ihrer Schülerinnen und Schüler (SuS) in Schieflage geraten. Nicht selten rückt der Körper dann vermehrt in den Fokus Ihrer SuS. Das eigene Äußere, aber auch das der Mit-SuS bekommt plötzlich eine übergeordnete Bedeutung. Besonders bei Jugendlichen ist das ganz normal, solange die Konzentration auf den eigenen Körper nicht überhandnimmt und negative Auswirkungen auf Ihre SuS hat. Im schlimmsten Fall kann eine Körperschemastörung entstehen, die sich z. B. als Essstörung äußert. Soziale Distanz und Einsamkeit ernst nehmen Der Distanzunterricht der letzten Monate kann nicht nur Auswirkungen auf die schulischen Leistungen Ihrer SuS gehabt haben. Von den eigenen Freunden getrennt zu sein ist für viele ein psychischer Stressfaktor, der leider häufig unterschätzt wird. Sehen und gesehen werden ist für Jugendliche enorm wichtig. Im Klassenzimmer und im Schulhof herrscht weiterhin Abstandspflicht. Es fehlt der Körperkontakt, wie z. B. eine Umarmung zur Begrüßung. Aber gerade diese sozialen Körperkontakte sind für Ihre SuS wichtig, um ihren eigenen Körper wahrzunehmen. Gerade für Sie als Lehrkraft bedeutet das, besonders auf der Hut zu sein und frühzeitig zu reagieren, wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihren SuS eine Körperschemastörung vorliegen könnte. Ermitteln Sie den aktuellen Zustand Ihrer SuS Stellen Sie Ihren SuS folgende Fragen: „Wer bin ich?“ „Was macht mich aus?“ „Was ist an mir besonders?“ Lassen Sie Ihre SuS diese Fragen auf einem Blatt Papier beantworten. Dabei werden Ihre SuS häufig folgende Antworten geben: Name und Herkunft Familiäre Informationen (z. B. kleiner Bruder) Eigene Einstellung und Werte Hobbys Schulfächer, in denen gute Leistungen erbracht werden Stärken und Begabungen Häufig lässt sich anhand der Antworten schon ein generelles Bild der eigenen Körperwahrnehmung Ihrer SuS erkennen. Sind die Antworten sehr oberflächlich, haken Sie nochmals nach. Fragen Sie z. B., wie genau die Antwort gemeint ist oder
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