Dieses Spiel ist besonders für die 3. und 4. Klassen geeignet, wenn im Lehrplan die Lernbereiche „Flächeninhalt“ und „Umfang“ gefordert sind. Die Schüler erlernen das Spiel im Mathematik- oder Förderunterricht, spielen es aber auch gern als Pausenbeschäftigung. Hier ist Logik gefordert, aber die Spannung und die kurze Spieldauer machen die „Landaufteilung“ zu einem attraktiven Spiel. Mindestens 2 Spieler sollten sich daran beteiligen.
Das braucht jedes Spielerpaar:
- 2 verschiedenfarbige Stifte
- 1 kariertes, quadratisches Blatt (ca.10 x 10 cm)
So wird gespielt:
Jedes Kind wählt sich eine Stiftfarbe aus, die es das ganze Spiel über behält. Beide Spieler schreiben abwechselnd die Ziffern 1 bis 6 in ein spontan gewähltes Kästchen. Die Kästchen sind bei diesem Spiel die Ländereien, die im Wilden Westen zur Verfügung standen. Wem es damals gelang, sein Gebiet vollständig einzuzäunen, der durfte es behalten. Deshalb müssen jetzt auch die Spieler versuchen, sich so viel Land wie möglich zu sichern und die Zahlen „einzuzäunen“: Spieler 1 zieht eine Linie („ein Stück Zaun“), die aber nur 2 Kästchenlinien lang sein darf (Knick nach einer Kästchenlänge erlaubt). Nun ist Spieler 2 an der Reihe. Ob dieser ein neues Gebiet wählt oder ob er mit seiner Linie den „Zaun“ des ersten Spielers stoppt, bleibt ihm überlassen. Die Linien dürfen sich weder überkreuzen noch doppelt gezeichnet sein. Auch Linien des Gegenspielers sollen nicht genutzt werden. Ist eine Zahl vollkommen in seiner Farbe eingezäunt, kreist der „Besitzer“ diese ein.
Das ist der Sieger
Erst, wenn alle Zahlen vollständig eingezäunt sind, ist das Spiel zu Ende. Bei dieser Blattgröße dauert das Spiel etwa 10 Minuten. Nun zählt oder berechnet jeder Spieler den Umfang und den Flächeninhalt seiner „Ländereien“, die er ja gut an der Farbe erkennt. Sieger ist der Besitzer des längsten „Zaunes“ (Umfang) oder der Besitzer der größten Gebiete (Flächeninhalt). So kann es auch sein, dass beide Spieler Sieger sind.
Ihre Schüler können variieren
Durch abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten, die je nach Zeit und Leistungsvermögen angewendet werden, ist dieses Spiel für Ihre Schüler attraktiv. Die folgenden Varianten können die Kinder ausprobieren:
- Es spielen 3 oder mehr Kinder mit. Jeder Schüler benutzt eine andere Farbe, um die „Ländereien“ unterscheiden zu können.
- Soll das Spiel nicht lange dauern, werden weniger „Ländereien“ (Ziffern) auf das Spielfeld geschrieben.
- Die Kästchenlinien des Gegenspielers dürfen zum eigenen Vorteil genutzt und verlängert werden. Dann ist derjenige Schüler Sieger, der den letzten Strich des Zaunes zeichnet. Diese Variante ist für die Kinder schwierig, weil sie nicht nur auf ihre eigenen Züge, sondern auch die des Gegenspielers achten müssen.
| Muster: Im Beispiel gibt es folgende Berechnungen: | |
| Umfang Spieler 1 (schwarz) | Feld 1 (18) + Feld 4 (30) = 48 Kästchenlängen |
| Umfang Spieler 2 (grün) | Feld 2 (20) + Feld 3 (14) + Feld 5 (16) + Feld 6 (10) = 60 Kästchenlängen |
| Flächeninhalt Spieler 1 | Feld 1 (14) + Feld 4 (25) = 39 Kästchen |
| Flächeninhalt Spieler 2 | Feld 2 (15) + Feld 3 (9) + Feld 5 (14) + Feld 6 (6) = 44 Kästchen |