Schutzauftrag der Schule bei KindeswohlgefĂ€hrdung – hier gibt es Antworten auf Ihre 10 hĂ€ufigsten Fragen

Die Schule hat gegenĂŒber den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern (SuS) nicht nur einen Lehr- und Erziehungs-, sondern auch einen besonderen Schutzauftrag. Es ist Aufgabe der LehrkrĂ€fte, nicht nur die schulische Entwicklung im Blick zu haben, sondern auch darauf zu achten, ob es Hinweise gibt, die darauf hindeuten, dass das Wohl der SuS im hĂ€uslichen Umfeld gefĂ€hrdet wird. Dann mĂŒssen sie zum Schutz der SuS aktiv eingreifen. Dieser Schutzauftrag wirft immer wieder Fragen auf. Die 10 hĂ€ufigsten möchte ich Ihnen in folgendem Beitrag beantworten. Frage 1: „Muss ich handeln, wenn ich den Verdacht einer KindeswohlgefĂ€hrdung habe?“ Antwort: Als Lehrkraft sind Sie gesetzlich verpflichtet, zum Wohl des betroffenen SchĂŒlers / der betroffenen SchĂŒlerin aktiv zu werden. Dies ergibt sich aus § 4 des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG). Ihre Aufgabe ist es, Situationen, die das Wohl von SuS gefĂ€hrden (können), möglichst frĂŒhzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten und den betroffenen SuS die Situation zu verbessern. Dies allerdings nur, soweit dies möglich ist, ohne die betroffenen SuS in noch grĂ¶ĂŸere Gefahr zu bringen. Frage 2: „Muss ich Hinweise auf KindeswohlgefĂ€hrdung dokumentieren? Darf ich hierzu auch Fotos, z. B. von Verletzungen, machen?" Antwort: Haben Sie Hinweise darauf, dass das Wohl von SuS im sozialen Nahfeld gefĂ€hrdet ist, sollten Sie diese dokumentieren. Dies dient zum einen dazu, dass Sie besser beurteilen können, ob Sie es tatsĂ€chlich mit einer KindeswohlgefĂ€hrdung zu tun haben. Manchmal genĂŒgt auch einfach ein ElterngesprĂ€ch, um dem SchĂŒler / der SchĂŒlerin, der/die vielleicht Schwierigkeiten in der Schule hat, zu helfen. Außerdem sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass Sie Ihre Aufzeichnungen als GesprĂ€chsgrundlage, z. B. fĂŒr GesprĂ€che - mit der Schulleitung ĂŒber Ihren Verdacht, - mit der insoweit erfahrenen Fachkraft zur EinschĂ€tzung der GefĂ€hrdungslage, - mit den Eltern zur Entwicklung eines Hilfeplans, benötigen.
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