Zwangserkrankungen: 3 Tipps, die Ihnen helfen

Ist einer Ihrer SuS von Zwangserkrankungen betroffen, kann dies eine große Herausforderung sein. Typisch ist, dass immer wiederkehrende Gedanken oder Handlungen auftreten. Diese können nicht nur betroffene SuS massiv beeinträchtigen, sondern auch im Unterrichtsalltag störend wirken. Weder für die Mit-SuS noch für Sie ist es leicht, mit diesen teils ungewöhnlichen Verhaltensweisen umzugehen. Ich habe Ihnen hier 3 Tipps zusammengefasst, die helfen können. Ein Bild machen Bevor Sie sich überlegen, wie Sie professionell damit umgehen, sollten Sie sich zunächst so gut wie möglich in die Lage der betroffenen SuS versetzen: Zwangserkrankungen können nicht einfach „abgestellt“ werden. Sie sind eine komplexe psychische Erkrankung, die einer Behandlung bedarf. Ihre Schülerin oder Ihr Schüler spürt, dass sie/er sich unangemessen verhält, und das fühlt sich nicht gut an – ändern kann sie oder er daran allerdings trotzdem nichts – zumindest nicht so einfach. Wie Sie eine Zwangserkrankung erkennen Leider häufen sich derzeit die Diagnosen psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Sie als Lehrkraft sollten darum genauer hinsehen, wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt. Typische Bespiele für Zwangshandlungen sind: ständiges Händewaschen Türklinken nicht anfassen wollen Vor Bearbeitung einer Frage übertrieben ausführlich fragen, was getan werden muss wiederholtes Kontrollieren von Schulmaterial, Lichtschaltern, Fenster usw. Vermeiden von bestimmten Zahlen, Buchstaben oder Farben Wo Zwangserkrankungen herkommen In der Regel zeigen solche Auffälligkeiten, dass Betroffene innerlich mit einem Problem zu kämpfen haben, das sie allein (gerade) nicht lösen können. Zwänge können dabei eine Art Schutz vor den ungelösten Problemen sein. Gerade durch die Pandemie sind allerdings auch andere Ursachen möglich. Die Angst, gegen ein unsichtbares Virus zu kämpfen, viele Hygienemaßnahmen einhalten zu müssen und sich – aus Kinderperspektive – nie sicher sein zu können, dass man sich nicht irgendwo falsch verhält und andere in Gefahr bringt: Das kann Spuren hinterlassen haben. Was Sie tun können, wenn
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