Elternbriefe gehören zu Ihren Verwaltungs- und damit Routineaufgaben. Doch da sie auch eine hohe AuĂenwirkung haben, sollten sie keineswegs routinemĂ€Ăig abgehandelt werden. Folgende Tipps helfen Ihnen, sie vielmehr routiniert zu verfassen
Tipp: Fixpunkte setzen
Damit sich nicht fĂŒr einen Elternbrief zu viel ansammelt, setzen Sie sich, unabhĂ€ngig vom Anlass, regelmĂ€Ăige Termine fĂŒr die Herausgabe Ihrer Elternpost. Ferien und damit verbundene Feiertage im Jahresverlauf sowie Schuljahresbeginn und -ende bilden die wichtigsten Eckpunkte. Dazwischen schieben Sie nach Bedarf so viele Briefe ein wie nötig, um eine gute Kommunikation mit den Eltern zu gewĂ€hrleisten.
Tipp: Vorarbeit leisten
MĂŒssen Sie erst am Tag der Herausgabe nach Inhalten suchen, kommen Sie in Zeitdruck. Sammeln Sie stattdessen wĂ€hrend des Schulalltags in einem HĂ€ngeregister oder einem Ablagekorb mit der Aufschrift âElternpostâ alles, was Ihnen fĂŒr die Elternmitteilung geeignet erscheint. Entscheiden Sie sich dafĂŒr, Elternbriefe mit kurzen SchĂŒlerwerken aufzulockern, bitten Sie Kollegen um die Ăberlassung eines Gedichts oder einer Zeichnung. Haben Sie eine Woche vor âRedaktionsschlussâ noch nichts bekommen, bitten Sie Ihre LehrkrĂ€fte im rollierenden System um einen Beitrag aus der Arbeit mit den Kindern.
Tipp: Sich fĂŒr eine Sorte des Elternbriefes entscheiden
Die Mitteilung verschiedener Termine oder allgemeiner Informationen fordert einen anderen Stil als ein Aufruf um Mithilfe bei einer Schulveranstaltung. Entscheiden Sie sich zu Gunsten der leichteren Lesbarkeit bei einem Elternbrief fĂŒr eine Textsorte.
Tipp: Eine Struktur einhalten
Haben Sie ein Raster im Kopf, fĂ€llt Ihnen die Ausgestaltung der Punkte leicht. FĂŒr einen allgemeinen Informationsbrief eignet sich folgende Struktur:
- kurzer RĂŒckblick auf die vergangenen Wochen
- Neues aus Sicht der Schulleitung
- wichtige Termine und Ereignisse in den nÀchsten Wochen
- Dank fĂŒr die Kooperation und UnterstĂŒtzung der schulischen BemĂŒhungen
- gute WĂŒnsche fĂŒr die Zusammenarbeit und fĂŒr die Entwicklung der SchĂŒler
Verwirren Sie die Eltern nicht durch ausschweifende schriftliche Schilderungen. Halten Sie es besser mit KISS: âKeep it short and simpleâ. Sonst besteht die Gefahr, dass Eltern vorzeitig aufgeben und den Elternbrief gar nicht zu Ende lesen. Lassen Sie Ihren Elternbrief keinesfalls lĂ€nger als eine Seite werden.
Tipp: Das Wichtigste zuerst
BerĂŒcksichtigen Sie das grundlegende journalistische Prinzip: Die wichtigste Aussage muss innerhalb der ersten 3 SĂ€tze stehen, erst danach fĂŒhren Sie BegrĂŒndungen und HintergrĂŒnde nĂ€her aus. Rufen Sie beispielsweise zur Mithilfe bei der Reinigung nach einem Umbau auf, stellen Sie die Bitte um Mithilfe an 1. Stelle, erst danach erlĂ€utern Sie das Weitere, wie Sie unten im Musterbrief lesen können.